Weimar-Werk Schriftzug und Logo Weimar-Werk-Banner Weimar-Werk-Banner Weimar-Werk-Banner

Mähdrescher

Flash ist Pflicht!

Bilder

Was es noch gibt ...
Treffer 1 bis 30 von 88
<< Erste < Vorherige 1-30 31-60 61-88 Nächste > Letzte >>

Mähdrescherproduktion in Weimar

E175 "Patriot" mit Streuwagen
E175 "Patriot"

Der Probelauf des ersten Mähdreschers, der noch nach Unterlagen des in Neustadt/Sachsen umkonstruierten sowjetischen MDS 4 gebaut wurde, erfolgte bereits am 24. Dezember 1953 in Weimar, wohin der Produktionsauftrag von Singwitz in Sachsen noch vor Aufnahme der Produktion verlagert wurde. Genaueres dazu enthalten die Unterlagen der Diskussion zwischen Hr. Günter Klengel vom Verein HELO und den Autoren der Festschrift 100 Jahre Industriestandort Weimar-Werk Helmut Fischer und Dr. Hans-Jörg Zöllner auf der Seite E17x heute

Die zu Beginn des Jahres 1954 produzierten fünf Fertigungsmuster, waren die Vorläufer einer Serie des Typs E 171, die sich, wie auch die folgende Serie des E171, vom sowjetischen S-4 nur dadurch unterschieden, dass an Stelle des im Original-Mähdreschers eingesetzten Benzinmotors einen Horch-Diesel zum Einsatz kam (s. Vorwort zum Bedienhandbuch). Demzufolge war auch der erste Ersatzteilkatalog bis auf den Motor mit dem S-4 identisch. 
Von dem E171 wurden 400 Stück in den Jahren 1954/55 gebaut. Davon wurden bereits im Jahr 1954 173 Stück der Landwirtschaft der DDR zur Ernte bereitgestellt.
Dem Typ E 171 mit 4 m Schnittbreite folgte der E 173 mit einem im eigenen Betrieb entwickelten Schneidwerk von 3 m Breite. Dieses Schneidwerk war abnehmbar und konnte auf einem Wagen mitgeführt werden. Dadurch wurden die engen Dorfstraßen für die Geräte passierbar. Konstruktiv und technologisch weiter vervollkommnet erhielt der Mähdrescher den Namen E 175 „Patriot“. In den Jahren 1954 bis 1962 sind 6.573 Stück für die Landwirtschaft der DDR und den Export produziert worden. Der Mähdrescher trug ab 1956 als Qualitätssiegel der DDR das Gütezeichen „S“.
Am 27. Juli 1962 wird die Produktion in Weimar eingestellt und nach Singwitz verlagert, dort ständig weiterentwickelt und bis nach die Wende produziert.