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Weimar-Werk

In Weimar redet man immer vom Weimar-Werk, wenn man das Industriegebiet im Norden der Stadt meint. Die Älteren kennen auch noch die Bezeichnung Mähdrescherwerk. Wer sich die heute am Standort ansässigen Unternehmen ansehen will, sollte besser nach einem der vorgenannten Begriffe fragen - dann gelingt die Suche auf jeden Fall...

Weimar und ein Kombinat

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Entwicklung des Industriestandortes Weimar-Werk

... eine über 100-jährige Geschichte

Der traditionsreiche Industriestandort im Norden Weimars hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Im Jahr 2008 fand auf dem Gelände die Feier zum 110 jährigen bestehen statt. Bis dahin war es ein langer Weg.

Der kurze Abriss der Geschichte wurde dem Buch "100 Jahre Industriestandort Weimar - Werk" entlehnt, die dort ausführlicher durch die Autoren dargestellt und umfangreich mit Bildmaterial illustriert, anläßlich der 100-Jahr Feier herausgegeben worden ist. Das Buch kann über diese Internetseite erworben werden. Verwenden Sie dazu die Verbindungen auf der Kontaktseite.

Zeittafel

24.01.1898   Gründung der "Waggonfabrik Weimar AG"
    durch das "Bankhaus Callmann & Co." mit Leipziger und Dresdner Unternehmen als Aktiengesellschaft (AG) gegündet.
    Erste Produktion von Güterwagen auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei, Buttelstedter Straße
    Jahresproduktion: 336 Güterwaggons in 44 verschiedenen Typen
    300 Arbeitskräfte
1901   Nach Konkurs Neugründung
    "Aktiengesellschaft für Eisenbahn- und Militärbedarf Weimar"
    Herstellung von Eisenkonstruktionen, Übergang zur Produktion von Straßenbahnwagen, Güter-, Gepäck- und Personenwagen
20.04.1908   Einweihung des Volkshauses
1914   "Waggon- und Maschinenfabrik AG" vorm. Busch Bautzen
    Übernahme der Aktienmehrheit durch die Waggon- und Maschinenfabrik AG W. Busch in Bautzen, Umstellung auf Rüstungsproduktion
    Ansiedlung an der Kromsdorfer Straße (Großkromsdorfer Straße)
    Produziert werden Güterwagen, Gespannwagen, Munitionswagen, Haubitzenräder, Protzen, Feldküchen
    600 Arbeitskräfte
27.09.1919   "Aktiengesellschaft für Eisenbahnbedarf Weimar"
    Umstellung der Produktion auf Personen-, Güter- und Straßenbahnwagen
    600 Arbeitskräfte
14.03.1921   "Waggon- und Maschinenfabrik AG", vorm. Busch Bautzen
    Verschmelzung der Waggon- und Maschinenfabrik AG mit der AG für Eisenbahnbedarf zur "Waggon- und Maschinenfabrik AG", vormals Busch
1924   vorübergehende Stillegung des Betriebes und anschließende Erhöhung der Arbeitszeit von 9 auf 10 Stunden
    Wegen schlechter Auftragslage wird nur periodenweise gearbeitet
    Rückgang auf 300 Arbeitskräfte
01.10.1927   "Linke-Hofmann-Busch-Werke AG"
    Fusion der Firma und mehreren AG zum größten Waggonbaukonzern Deutschlands, der "Linke-Hofmann-Busch-Werke AG"
1931 - 1932   absolute Stillegung des Betriebes infolge Auftragmangels
1934   "Waggon- und Maschinenfabrik AG", vorm. Busch Bautzen
    Auflösung der "Linke-Hofmann-Busch-Werke AG"
    Neugründung als "Waggon- und Maschinenfabrik AG", vormals Busch Bautzen
    Beginn des baus von Militärfahrzeugen
04.11.1936   "Berlin-Suhler Waffen- und Fahrzeugwerke GmbH Weimar-Werk"
1937   Der Zusatz "Weimar-Werk" wird in "Fritz-Sauckel-Werk" abgeändert (Sauckel war nazistischer Reichsstatthalter und Gauleiter von Th�ringen)
    Produktion: Granatwerfer, Flak 20 mm, Karabiner 98 K und andere militärische Ausrüstung
    über 1000 Arbeitskräfte
Februar 1939   "Gustloff-Werke Nationalsozialistische Industriestiftung"
    vorwiegend Waffenproduktion
Dezember 1939   "Werkzeugmaschinenfabrik Weimar GmbH"
    entsteht nördlich der Kromsdorfer Straße
    gepachtet von den Gustloff-Werken und 1943 Angliederung
    Erweiterung auf dem Gelände, Errichtung des sogenannten Ostarbeiterlagers
1942   Bau von 13 Werkhallen auf dem Ettersberg als "Gustloff-Werk II Buchenwald", Einsatz von 4000 Häftlingen in der Rüstungsproduktion