Dungladegerät und Lade- und Versetzgerät T170

Auf der Landwirtschaftsausstellung in Leipzig – Markleeberg stellt das Werk im Jahr 1957 erstmals das Ladegerät T 170 aus. Vielseitig einsetzbar und von der Landwirtschaft dringend als Dungladegerät und von der Bauwirtschaft als Lade- und Versetzgerät benötigt, beginnt mit diesem Erzeugnis eine bis in die Gegenwart reichende Fertigung von Mobilkranen und -baggern.
Bereits am 24. September 1959 wurde in der Halle 3 der 2.000. Lader fertiggestellt. Insgesamt sind in den Jahren 1957 bis 1962 3.811 Stück produziert worden.
Die Maschine wurde mit nachfolgenden Daten und Eigenschaften angepriesen:


Der selbstfahrende Lader T 170

zeichnet sich durch stabile Bauart, hohe Standfestigkeit und große Beweglichkeit aus. Der Unterwagen mit Gummibereifung ist in Blechprofilbauweise hergestellt. Die Triebachse wird durch Rollenketten angetrieben. Das Ausgleichsgetriebe ist selbstsperrend.
Im blechverkleideten, wetterdichten überwagen sind untergebracht:
Verschließbarer Führerstand mit Sicherheitsglasscheibe und halben Frontklappenfenster mit Scheibenwischer, Rückblickspiegel und Fahrtrichtungsanzeiger, das leicht erreichbare Hebwerk zum Bedienen des Laders sowie das Lenkrad. Viertakt-Dieselmotor. Getriebe für Hub-, Dreh-, Fahr- und Einziehwerk.
Der Lader T 170 arbeitet mit Einseilselbstgreifer und besitzt Freifallvorrichtung.
Die Bedienung ist denkbar einfach und erfolgt für die Arbeitsgänge “Last heben und senken”, “Greifer schließen und öffnen” sowie das Links- und Rechtsschwenken um fortlaufend 360 Grad, durch nur einen Hebel.
Die Beleuchtung entspricht den Vorschriften für Straßenfahrzeuge….


Technische Kennziffern des
selbstfahrenden Laders T 170

Eigengewichtetwa 3500 kg'
Gesamtbreite2350 mm
Gesamthöhe in TransportsteIlung3000 mm
Gesamtlänge in TransportsteIlung9000 mm
Spurbreite2100 mm
Achsstand2080 mm
Viertakt-Dieselmotor 1 NVD 14 SWR VEB EIbewerk Roßlau
Dauerleistung10 PS
Kraftstoffverbrauch, spezifischer220 g/PSStd. + 10 %
Kraftstoffverbrauch, mittlereretwa 1,2 I/Std.
Fahrgeschwindigkeit mit Eigenantrieb3,5 km/Std.
Fahrgeschwindigkeit beim Schleppenhöchstens 20 km/Std.
Schwenkbereichfortlaufend 360 Grad
Schwenkgeschwindigkeit3,2 Umläufe/min.
Hubgeschwindigkeit0,28 m/sec
Sen kgeschwindig keit0,32 m/sec
Bei Greiferbetrieb Freifallvorrichtung
Hubhöhe, größte, bei Greiferbetrieb4300 mm
Hubhöhe, größte, bei Lasthakenbetrieb6100 mm
Ausladungvon 2900-6300 mm
volle Nutzlastvon 2900-5170 mm
Tragkraft des Greifers (Zinken oder Schalen)600 kg
Tragkraft mit Lasthaken800 kg
Greifertyp<: Einseilselbstgreifer (Standardausführung Längsgreifer)
Greifermaf3 geöffnet1500 mm
Greifermaf3 geschlossen1100 mm
Breite940 mm

Zur Sache

Was erwartet Sie auf diesen Seiten - werden Sie sich fragen, wenn eine Seite mit "VEB" beginnt. Es ist aber nun einmal so, dass die Menschen der Region noch immer vom Mähdrescherwerk oder vom Weimar-Werk reden, obwohl beide Namen nur jeweils eine kurze Zeit der korrekte Namen eines Industriegebietes am Rande der von Hochkultur bestimmten Stadt Weimar waren. Bereits 1898 begann man Eisenbahnwaggons an dieser Stelle zu bauen. In wechselvoller Geschichte setzt sich das bis 1952 fort, ehe man den Wechsel in der Produktion hin zu Landmaschinen und Bautechnik vollzog. Mit der politischen Wende in der DDR endete die Geschichte des Industriestandortes nicht, obwohl sich das einige Kulturbürger der Stadt Weimar so vorgestellt haben. Im Jahr 1998 gab es eine 100 Jahrfeier und im Jahr 2008 eine 110 Jahrfeier des Industriegebietes. Ein Ende ist nicht in Sicht. Es lohnt sich also, sich mit diesem Stück Industriegeschichte zu beschäftigen. Dem soll diese Website dienen.