Konsumgüter

Nach langer Zeit der Orientierung der DDR-Oberen auf eine unentwegte Ausweitung der Industrieproduktion unter Vernachlässigung der ausreichenden Versorgung der Menschen mit Konsumgütern, wurde die Entscheidung getroffen, dass auch Industriebetriebe eine Konsumgüterproduktion durchführen mußten. Es wurde festgelegt, dass 5% des Umsatzes durch derartige Produkte zu erwirtschaften ist. Das war für das Weimar-Werk ein nicht unerheblicher Betrag. Bei fast 1 Mrd. Mark Gesamtumsatz waren das immerhin 50 Mio. Mark. Da war Ideenreichtum, auch in der Werbung gefragt.

Zur Sache

Was erwartet Sie auf diesen Seiten - werden Sie sich fragen, wenn eine Seite mit "VEB" beginnt. Es ist aber nun einmal so, dass die Menschen der Region noch immer vom Mähdrescherwerk oder vom Weimar-Werk reden, obwohl beide Namen nur jeweils eine kurze Zeit der korrekte Namen eines Industriegebietes am Rande der von Hochkultur bestimmten Stadt Weimar waren. Bereits 1898 begann man Eisenbahnwaggons an dieser Stelle zu bauen. In wechselvoller Geschichte setzt sich das bis 1952 fort, ehe man den Wechsel in der Produktion hin zu Landmaschinen und Bautechnik vollzog. Mit der politischen Wende in der DDR endete die Geschichte des Industriestandortes nicht, obwohl sich das einige Kulturbürger der Stadt Weimar so vorgestellt haben. Im Jahr 1998 gab es eine 100 Jahrfeier und im Jahr 2008 eine 110 Jahrfeier des Industriegebietes. Ein Ende ist nicht in Sicht. Es lohnt sich also, sich mit diesem Stück Industriegeschichte zu beschäftigen. Dem soll diese Website dienen.