Mobilbagger M700

Weimar-Werk Baumaschinen GmbH

Als erste Neuentwicklung eines Mobilkranes/ Mobilbaggers wurde nach der Wende in Weimar im Jahr 1991 der M1000 in die Produktion übergeleitet. Insgesamt wurden im Produktionszeitraum bis 1992 bis 1994 ca. 249 Maschinen dieses Typs in verschiedenen Varianten hergestellt. Dabei wurden die ersten Maschinen noch in der Weimar-Werk GmbH produziert, da die Weimar-Werk Baumaschinen GmbH erst Ende 1992 den Geschäftsbetrieb aufnahm. Der M1000, der später als M1000A bezeichnet wurde, wurde dann zum M1000B weiterentwickelt.
Als Zielrichtung der Baggerproduktion wurde eine Baureihe von Radbaggern von 7 – 15t festgelegt. Nach dem M1000 wurde dann folgerichtig der M700 entwickelt. Auch den M700 gab es in einer B – Variante.
Der M700 ist ein vielseitig ausrüstbarer vollhydraulischer Mobilbagger der 7t – Baggerklasse. Er dient zum Lösen, Aufnehmen und Laden von gewachsenem Erdstoff, zum Aufnehmen, Be- und Entladen von Schüttgütern und zum Umschlag von Stückgütern. Dazu kann er mit Tieflöffel, Ladeschaufel, -greifer, Lasthaken, Zangen oder Sonderwerkzeugen ausgerüstet werden. Geräte, welche nicht mit einer Überlastwarneinrichtung ausgerüstet sind, dürfen nicht für den Hebezeugeinsatz genutzt werden.
Die tragenden Teile des Mobilbaggers bestehen im wesentlichen aus einer verdreh- und biegesteifen Schweißkonstruktion.
Der Mobilbagger M700 setzt sich im Wesentlichen aus den Baugruppen Unterwagen, Oberwagen und Arbeitsausrüstung zusammen. Die Arbeitsausrüstung besteht dabei aus Ausleger, Löffelstiel und Arbeitswerkzeug. Als Arbeitswerkzeuge werden vorrangig Löffel oder Greifer eingesetzt.
Der Oberwagen kann frei um 360 Grad zum Unterwagen gedreht werden. Zu diesem Zweck sind Ober- und Unterwagen durch eine Kugeldrehverbindung miteinander verbunden. Mit einer Bolzenverriegelung muß der Oberwagen während der Straßenfahrt arretiert werden. In dieser Stellung (Fahrstellung) deckt sich die Längsachse des Oberwagens mit der Längsachse des Unterwagens, wobei der Ausleger über der Lenkachse steht.
Den Mobilbagger M700 gibt es, in zwei Ausführungen. Bei der Grundausführung ist der Ausleger direkt an der Oberwagenplattforrn befestigt. Er kann auch mit einer Schwenkeinrichtung zum seitlichen Schwenken des Auslegers ausgerüstet werden.
Der Unterwagen des Mobilbaggers dient als Transporteinrichtung bei der Fahrt und als Standbasis beim Arbeiten. Er besteht aus einem geschweißten Rahmen. Daran sind die Lenk- und Starrachse montiert. Die Lenkachse ist pendelnd aufgehängt. Beim Arbeiten kann der Pendelausgleich gesperrt werden.
An der Oberseit des Rahmens ist die Kugeldrehverbindung angeschraubt. Durch eine Drehdurchfuhrung in der Drehachse sind die pneumatischen und hydraulischen Elemente von Ober- und Unterwagen miteinander verbunden. Der Unterwagen kann mit oder ohne Abstützelemente ausgerüstet sein. Als Abstützelemente können ein Schiebeschild, Stützfüße oder ein Abstützschild zur Anwendung kommen.
Der Unterwagen des Mobilbaggers dient als Transporteinrichtung bei der Fahrt und als Standbasis beim Arbeiten. Er besteht aus einem geschweißten Rahmen. Daran sind die Lenk- und die Starrachse montiert. Die Lenkachse ist pendelnd aufgehängt. Beim Arbeiten kann der Pendelausgleich gesperrt werden. An der Oberseite des Rahmens ist die Kugeldrehverbindung angeschraubt. Durch eine Drehdurchführung in der Drehachse sind die pneumatischen und hydraulischen Elemente von Ober- und Unterwagen miteinander verbunden. Der Unterwagen kann mit oder ohne Abstützelementen ausgerüstet sein. Als Abstützelemente können ein Schiebeschild und/oder Stützfüße zur Anwendung kommen. Durch die Kombination dieser Stützelemente sind 5 Unterwagentypen möglich. Der Fahrantrieb erfolgt hydraulisch über einen an ein schaltbares Getriebe angeflanschten Axialkolbenmotor und über Gelenkwellen angetriebene Lenk- und Starrachsen.
Das tragende Stahlbauelement des Oberwagens ist die Plattform. Im Heckbereich ist ein Gegengewicht angeschraubt, auf dem die Antriebseinheit, bestehend aus dem Dieselmotor mit angeflanschten Hydraulikpumpen, angeordnet ist. Des weiteren sind auf der Plattform der Bedienstand mit allen Bedienelementen, das Fahrerhaus, die Steuerventile, der Öltank, der Dieseltank und das Drehwerkgetriebe angeordnet. Die im Oberwagen installierten Baugruppen sind mit aufklappbaren Blechverkleidungen abgedeckt.
Die Arbeitsausrüstung besteht aus Ausleger, Löffelstiel und Arbeitswerkzeug (z.B. Greifer, Löffel mit Löffelantrieb). Entsprechend des vorgesehenen Arbeitseinsatzes des Baggers können verschiedene Monoblockausleger oder ein Verstellausleger zum Einsatz kommen.


Technische Daten

Masse
Grundmaschine ohne Arbeitswerkzeuge7,1-8,31
Leistungskennwerte
Höchstgeschwindigkeit20 km/h
Steigfähigkeit auf befestigter Fahrbahn45%
max. Tragfähigkeit4,0 t
max. Loßbrechkraft47 kN
max.,Reißkraft37 kN
max. Oberwagendrehzahl9 Umdr./min
max. Fördermenge der Hauptpumpen2 x 75 Vmin
max: Betriebsdruck der Druckluftanlage7,35 bar
Abmessungen
Radstand2.350mm
Bodenfreiheit320mm
Pendelwinkel der Vorderachse±70 Grad
Antriebsaggregat
KHD Deutz BF4 L 10114-Zylinder-Turbodiesel
Motor1eistung46kW
Hubraum2,73 dm3
Motordrehzahl2500 min·’
Max. Arbeitsdruck
Fahrwerk350 bar
Arbeitshydraulik300 bar
Lenkung150 bar
Steuerhydraulik30 bar

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Zur Sache

Was erwartet Sie auf diesen Seiten - werden Sie sich fragen, wenn eine Seite mit "VEB" beginnt. Es ist aber nun einmal so, dass die Menschen der Region noch immer vom Mähdrescherwerk oder vom Weimar-Werk reden, obwohl beide Namen nur jeweils eine kurze Zeit der korrekte Namen eines Industriegebietes am Rande der von Hochkultur bestimmten Stadt Weimar waren. Bereits 1898 begann man Eisenbahnwaggons an dieser Stelle zu bauen. In wechselvoller Geschichte setzt sich das bis 1952 fort, ehe man den Wechsel in der Produktion hin zu Landmaschinen und Bautechnik vollzog. Mit der politischen Wende in der DDR endete die Geschichte des Industriestandortes nicht, obwohl sich das einige Kulturbürger der Stadt Weimar so vorgestellt haben. Im Jahr 1998 gab es eine 100 Jahrfeier und im Jahr 2008 eine 110 Jahrfeier des Industriegebietes. Ein Ende ist nicht in Sicht. Es lohnt sich also, sich mit diesem Stück Industriegeschichte zu beschäftigen. Dem soll diese Website dienen.