Produktion 1968

Reproduktion eines Heftes über das Produktionsprogramm 1968

Dieses Heft beschäftigt sich mit dem Programm der Produkt Ende der sechziger Jahre. Es enthält die Reproduktion eines Heftes für den Export des Jahres 1968 sowie eine Reihe von Einsatzfotos aus den frühen siebziger Jahren.


Vorwort zum Heft

Im Sommer 1998 wurde auf dem ehemaligen Weimar-Werk Gelände der 100. Geburtstag dieses Industriestandortes begangen. Die lange Geschichte des Standortes gehörte bis in die ersten Jahre der DDR-Zeit der Produktion und Reparatur von Eisenbahnwaggons. In den Weltkriegen erlangte der Standort unrühmliche Bekanntheit durch seine Waffenproduktionen. Von 1952 bis 1990 prägte ihn die Fabrikation von Landmaschinen und Umschlaggeräten. Wurden anfangs Mähdrescher nach sowjetischer Konstruktion nachgebaut, wurde Weimar später der Entwickler und Produzent von Kartoffelerntetechnik und des legendären T 174, von dem über 30.000 Stück gebaut wurden. Zum Ende der DDR-Zeit waren im VEB Weimar-Werk über 4.500 Mitarbeiter beschäftigt, jährlich 2.500 ein bis dreireihig erntende Kartoffelerntemaschinen, 2000 Mobilbagger der Typen T 174 und T 188, die Stallarbeitsmaschine HT 140 und verschiedenste „Konsumgüter” herzustellen. Der Umsatz erreichte in diesen Jahren über einer Milliarde DDR-Mark und man erwirtschaftete dabei Gewinne. Für weitere Informationen sei auf die Festschrift „100 Jahre Industriestandort Weimar-Werk” des gleichen Autors als Mitautor verwiesen. Dort wird umfangreich auf über 200 Seiten mit einer Vielzahl von Dokumenten und vor allem Bildern die Geschichte des Standortes illustriert. Dort ist auch nachzulesen, welche Betriebe sich in der Tradition des Standortes auch in der Neuzeit bewiesen haben.

Zur Sache

Was erwartet Sie auf diesen Seiten - werden Sie sich fragen, wenn eine Seite mit "VEB" beginnt. Es ist aber nun einmal so, dass die Menschen der Region noch immer vom Mähdrescherwerk oder vom Weimar-Werk reden, obwohl beide Namen nur jeweils eine kurze Zeit der korrekte Namen eines Industriegebietes am Rande der von Hochkultur bestimmten Stadt Weimar waren. Bereits 1898 begann man Eisenbahnwaggons an dieser Stelle zu bauen. In wechselvoller Geschichte setzt sich das bis 1952 fort, ehe man den Wechsel in der Produktion hin zu Landmaschinen und Bautechnik vollzog. Mit der politischen Wende in der DDR endete die Geschichte des Industriestandortes nicht, obwohl sich das einige Kulturbürger der Stadt Weimar so vorgestellt haben. Im Jahr 1998 gab es eine 100 Jahrfeier und im Jahr 2008 eine 110 Jahrfeier des Industriegebietes. Ein Ende ist nicht in Sicht. Es lohnt sich also, sich mit diesem Stück Industriegeschichte zu beschäftigen. Dem soll diese Website dienen.