Mobilkran T174

T174

Der Mobilkran T 174 war ein hydraulischer Mobilkran mit universeller Einsetzbarkeit in Industrie, Bauwesen und Landwirtschaft. Die maximale Tragkraft betrug 2 Mp. Der erste Mobilkran dieses Typs verließ am 17. April 1967 die Taktstraße des Produktionsbereichs 3 des VEB Weimar-Werk.Für besondere Einsatzzwecke gab es auch eine Version mit Seilzug.

Insgesamt sind bis zum Jahre 1975 8.914 Stück gefertigt und verkauft worden. Dann erfolgte der Verkauf der Weiterentwicklung T 174-2.


Mobilkran für Baggerbetrieb 174-36 und 174-51

Technische Daten
TypT174-36 T 174-51
Größte Grabhöhe über Baggersohle3500 mm7800 mm
Größte Grabtiefe unter Baggersohle4000 mm600 mm
Größte Reichweite von Baggermitte7400 mm7300 mm
Reißkraft am Löffel, max.3500 kp
Oberwagendrehzahl4.8 U/min
Schwenkbereich, fortlaufend360°
Fahrgeschwindigkeit, max.17 km/h
1. Gang2,8 km/h
2. Gang5.5 km/h
3. Gang9,9 km/h
4. Gang16.8 km/h
Rückwärtsgang3,4 km/h
Abmessung in TransportsteIlung
Länge7300 mm6800 mm
Breite2500 mm
Höhe3000 mm
Wenderadius
Spurweite
Masse
Bereifung vorn 12-18 AM2,5 atü
Bereifung hinten 12-18 AM2,5 atü
Antrieb:
Dieselmotor, luftgekühlt 2 KVD 14,5 SRL34 PS

Im Datenblatt zu der Maschine wird beschrieben, dass diese als Hoch- oder Tieflöffelbagger eingesetzt werden kann. Außerdem ist dort zu finden, das die Maschinen 42.600 bzw. 43.420 MDN (“Mark der Deutschen Notenbank” – eine zeitweilige Bezeichnung der DDR- Mark) kosteten. Der Preis war allergings nicht das Problem, sondern die Verfügbarkeit…


T174-2

Der Mobilkran T 174-2 war eine Weiterentwicklung des T 174. Wesentlicher Unterschied zum ursprünglichen Gerät war der neuentwickelte Unterwagen. Dieser verfügte nun über eine hydraulische Abstützung. Damit wurde die Standfestigkeit des Gerätes bei Kran und Baggerarbeiten erhöht.
Vom T174-2 gab es dann noch die Weiterentwicklungen T 174-2A und T 174-2B. Die Unterschiede waren dabei nicht sehr groß und können den Prospekten entnommen wrden. Von diesem Typ sind im Verkaufszeitraum von 1974 bis 1992 18.924 Stück verkauft worden.
Bereits 1988 sollte der T 174-2B zum T 174-3 weiter entwickelt werden, kam aber über ein Baumuster nach der Wende nicht hinaus. Bilder der Weimar-Werk Baumschinen GmbH, wie nebenstehendes, zeugen aber von dessen Existenz.

Zur Sache

Was erwartet Sie auf diesen Seiten - werden Sie sich fragen, wenn eine Seite mit "VEB" beginnt. Es ist aber nun einmal so, dass die Menschen der Region noch immer vom Mähdrescherwerk oder vom Weimar-Werk reden, obwohl beide Namen nur jeweils eine kurze Zeit der korrekte Namen eines Industriegebietes am Rande der von Hochkultur bestimmten Stadt Weimar waren. Bereits 1898 begann man Eisenbahnwaggons an dieser Stelle zu bauen. In wechselvoller Geschichte setzt sich das bis 1952 fort, ehe man den Wechsel in der Produktion hin zu Landmaschinen und Bautechnik vollzog. Mit der politischen Wende in der DDR endete die Geschichte des Industriestandortes nicht, obwohl sich das einige Kulturbürger der Stadt Weimar so vorgestellt haben. Im Jahr 1998 gab es eine 100 Jahrfeier und im Jahr 2008 eine 110 Jahrfeier des Industriegebietes. Ein Ende ist nicht in Sicht. Es lohnt sich also, sich mit diesem Stück Industriegeschichte zu beschäftigen. Dem soll diese Website dienen.