Erzeugnisse nach der Wende

Wie schon im Abschnitt Reprivatisierung beschrieben, überschlugen sich die Ereignisse nach der politischen Wende auf dem Gelände des ehemaligen VEB Weimar-Werk.
Im November 1991 wurden in den aussichtsreichsten Geschäftsfeldern fünf juristisch selbständige Tochtergesellschaften gegründet, die zum 1. Januar 1992 den Geschäftsbetrieb aufnahmen. Dies waren die
Weimar – Werk Baumaschinen GmbH
Weimar – Werk Maschinenbau GmbH
Weimar – Werk Stahlbau GmbH
Weimar – Werk Wesoma GmbH
Weimar – Werk Dienstleistungs-GmbH
Die Weimar – Werk Maschinenbau GmbH, Weimar – Werk Stahlbau GmbH und die Weimar – Werk Wesoma GmbH wurden 1993 privatisiert. Die Weimar – Werk Baumaschinen GmbH wurde nach einem Intermezzo bei der EREL Management GmbH und Co KG im Dezember 1996 an den dänischen Hydrema Konzern und die Dienstleistungs-GmbH an die Stadtwerke privatisiert.
Auch da wurde noch so einiges an Material produziert, von dem hier etwas zu finden ist, anderes noch der Aufarbeitung harrt.
Mit zwei Filmen wollen wir starten.

Zur Sache

Was erwartet Sie auf diesen Seiten - werden Sie sich fragen, wenn eine Seite mit "VEB" beginnt. Es ist aber nun einmal so, dass die Menschen der Region noch immer vom Mähdrescherwerk oder vom Weimar-Werk reden, obwohl beide Namen nur jeweils eine kurze Zeit der korrekte Namen eines Industriegebietes am Rande der von Hochkultur bestimmten Stadt Weimar waren. Bereits 1898 begann man Eisenbahnwaggons an dieser Stelle zu bauen. In wechselvoller Geschichte setzt sich das bis 1952 fort, ehe man den Wechsel in der Produktion hin zu Landmaschinen und Bautechnik vollzog. Mit der politischen Wende in der DDR endete die Geschichte des Industriestandortes nicht, obwohl sich das einige Kulturbürger der Stadt Weimar so vorgestellt haben. Im Jahr 1998 gab es eine 100 Jahrfeier und im Jahr 2008 eine 110 Jahrfeier des Industriegebietes. Ein Ende ist nicht in Sicht. Es lohnt sich also, sich mit diesem Stück Industriegeschichte zu beschäftigen. Dem soll diese Website dienen.