Hydraulischer Lader T188

Diese Neuentwicklung eines Mobilkranes/ Mobilbaggers wurde im Jahr 1988 in die Produktion übergeleitet. Neben einer Tragkraft von 3,6 t zeichnet sich diese Maschine durch ihre schnelle Umrüstbarkeit zwischen Umschlagmaschine und Bagger aus.

Der T188 war das letzte Vorwendeerzeugnis der Baggersparte des VEB Weimar-Werk. Von ihm wurden jährlich ca. 400 Stk. gebaut.

Die Werbeabteilung des VEB Weimar-Werk hat auch mit einer Vielzahl von Bildern den jüngsten Sproß der Baggerfamilie in Szene gesetzt. Die Bilder fanden Eingang in Prospekte und andere Werbemaßnahmen, aber auch in Bedienanleitungen und Ersatzteilkataloge. Einige wuden offensichtlich parallel zu den ebenfalls verfügbaren Werbefilmen angefertigt.

Beworben wird das Gerät mit folgenden Argumenten:


Mobilkran, Mobilbagger

T 188 • der Neue
aus Weimar

Wenn Sie ein gr0ßes landwirtschaftliches Unternehmen führen, kleine und mittlere Baustellen betreiben oder Umschlagarbeiten aller Art zu erledigen haben, der T 188 hilft Ihnen.
Die schnelle Umrüstbarkeit von einem Arbeitswerkzeug zum anderen, der mögliche Einsatz als Bagger oder Hebezeug sind Pluspunkte, die Ihnen diese Maschine bietet.
Die gelungene Kombination von

hohem technischen Stand
hoher leistung und
Wartungslreundlichkeit

ermöglichen Ihnen den rationellen Einsatz des neuen T 188 aus Weimar.
Der hydraulische Fahrantrieb mit zwei Geschwindigkeitsstufen und einem maximalen Steigvermögen von 50 Prozent garantiert dem T 188 eine beachtliche Wendigkeit im Gelände.
Das Fahrwerk ist mit einem zwangsweisen Allradantrieb mit Mitteldifferential und Differentialsperren ausgerüstet. Dadurch ergeben sich optimale Fahreigenschaften und ein hoher Wirkungsgrad.
Um einen maximalen Wirkungsgrad der einzelnen Hydraulikaggregate zu ermöglichen, haben wir eine neuartige Logiksteuerung entwickelt. Diese besteht aus vier unabhängigen Arbeitskreisen. Dadurch stellen die Hydraulikpumpen immer nur die Ölmenge zur Verfügung, die von den Verbrauchern benötigt wird.
Die Kabine wurde so gestaltet, daß der Fahrer auch am Ende eines 8 stündigen Arbeitstages noch eine volle Leistung bringen kann.
Der bequeme Sitz, die günstige Anordnung der Bedienungselemente und das freie Blickfeld bieten positive ergonomische Bedingungen.
Der leistungsgedrosselte Dieselmotor ist elastisch auf dem Gegengewicht gelagert. Dadurch wird eine optimale Dämpfung der Schwingungen und der Geräuschentwicklung erreicht.


Folgende technische Daten wurden angegeben:

Breite2500mm
Höhe in TransportsteIlung3300mm
länge in TransportsteIlung7300mm
Masse der Grundmaschine10600-11200kg
je noch Ausrüstung
Tragfähigkeit36kN
Greifervolumen0.2-1.0m'
Löffelvolumen0.16-0.40m'
Schürfkraft max.65kN
max. Hakenhöhe7300mm
max. Reichweite7050mm
Max. Grabtiefe3800mm
Fahrgeschwindigkeit max.20.0km/h
Steigfähigkeit50%
Kraftstoffbedarf7 ... 8.5lDK/Betriebsstunde
von den Einsatzbedingungen)
(in Abhängigkeit
Geräuschentwicklung in der Kabine80dB (AS)

Mit nachfolgend abgebildeten Werksabnahmezeugnis wurden die Maschinen den Nutzern übergeben:

Zur Sache

Was erwartet Sie auf diesen Seiten - werden Sie sich fragen, wenn eine Seite mit "VEB" beginnt. Es ist aber nun einmal so, dass die Menschen der Region noch immer vom Mähdrescherwerk oder vom Weimar-Werk reden, obwohl beide Namen nur jeweils eine kurze Zeit der korrekte Namen eines Industriegebietes am Rande der von Hochkultur bestimmten Stadt Weimar waren. Bereits 1898 begann man Eisenbahnwaggons an dieser Stelle zu bauen. In wechselvoller Geschichte setzt sich das bis 1952 fort, ehe man den Wechsel in der Produktion hin zu Landmaschinen und Bautechnik vollzog. Mit der politischen Wende in der DDR endete die Geschichte des Industriestandortes nicht, obwohl sich das einige Kulturbürger der Stadt Weimar so vorgestellt haben. Im Jahr 1998 gab es eine 100 Jahrfeier und im Jahr 2008 eine 110 Jahrfeier des Industriegebietes. Ein Ende ist nicht in Sicht. Es lohnt sich also, sich mit diesem Stück Industriegeschichte zu beschäftigen. Dem soll diese Website dienen.